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Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuellen Studie, die von der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung durchgeführt wurde. Der Sozialpädagoge Prof. Holger Ziegler hat untersucht, wie Kinder (6 bis 11 Jahre) und Jugendliche (12 bis 16 Jahre) mit verschiedenen Aspekten des Gemeinschaftssinns, wie Empathie und Solidarität, aber auch mit Gleichgültigkeit und der Abwertung von Schwächeren umgehen.

Das Ergebnis zeigt, dass die heutigen Heranwachsenden zu einem großen Teil über einen positiven Sinn für das menschliche Miteinander verfügen. Allerdings haben 22% der befragten Kinder hier bedenkliche Defizite. Bei den Jugendlichen fällt sogar ein Drittel (33%) durch unterdurchschnittlich entwickelten Gemeinschaftssinn auf.

„Wir haben vergleichend das Gefühlsleben sowie den Gefühlshaushalt von Kindern und Jugendlichen in Deutschland betrachtet – und deren Auswirkungen auf den Gemeinschaftssinn“, so Studienleiter Prof. Dr. Holger Ziegler.

„Dabei orientiert sich unsere Untersuchung an der Definition von Gemeinschaftssinn als einem Gefühl des Wohlwollens und der Sympathie gegenüber Menschen in einer Gemeinschaft – unabhängig von Unterschieden in Tradition, Religion, Nationalität oder sozioökonomischem Status. Hinzu kommt die Anerkennung der moralischen Gleichwertigkeit der Ansprüche anderer. Wenn Jugendliche hier Defizite entwickeln und diese weitertragen, kann sich das verheerend auf das gesellschaftliche Klima auswirken."

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