Eppstein, 03.05.19+++Praxiserfahrungen teilte mit uns Dr. med. Tobias Wiesner, Leipzig, auf einer Pressekonferenz von Sanofi.

Er zählte die Gründe für einen schlecht eingestellten Diabetes mellitus (Typ 2) auf:

Fehlende Titration (wäre vermeidbar), Ablehnung der Insulinverwendung, schlechte Compliance und fehlendes Wissen über Diabetes.

So zeigte eine wichtige Kohortenstudie mit Patienten mit HbA1c über 7%, dass eine Verzögerung der Behandlungsintensivierung mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzinsuffizienz verbunden war.

Dieses „dysglykämische Erbe“ müsste nicht sein! Denn eine verzögerte Intensivierung einer antidiabetischen Therapie steigert das Risiko um 50% für den Schlaganfall und 63% für die Herzinsuffizienz und um 80% für den Herzinfarkt!+++

Meistens werde zu vorsichtig titriert, weil Unterzuckerungen oder eine Gewichtszunahme befürchtet werden, erklärte Wiesner. „Was ich transportieren möchte: Man soll am Anfang den HbA1c senken und dann unten halten, damit man den Aufbau eines „schlechten“ metabolischen Gedächtnisses vermeidet“, sagte er wörtlich.

Denn umgekehrt lässt sich festhalten, dass sich durch eine gute glykämische Kontrolle eine nachhaltige Verringerung des Risikos für eine mikrovaskuläre Erkrankung um 25% (d.h. Erblindung, Dialysepflicht für die Nieren usw.) belegen lässt.

Je 1% HbA1C-Senkung lässt das Risiko für Amputation oder Tod um 43% und mikrovaskuläre Ereignisse um 37% sinken! Dabei ist die Titration von Gla-300 einfach und mit geringerem Risiko für Unterzuckerungen verbunden vs. Gla-100.

BRIGHT, die erste Head-To-Head-Studie von Gla-300 (Toujeo®) und Insulin degludec (Deg) zeigte vergleichbare Verbesserungen der Blutzuckereinstellung bei niedrigerer Hypoglykämierate und -inzidenz über den Tag mit Gla-300 während der Titrationsphase. Über die gesamte Studiendauer und während der Erhaltungsphase waren Hypoglykämierate und -inzidenz zwischen beiden Insulinen vergleichbar.

Quelle: Presseveranstaltung ,,Vier Jahre Diabetestherapie mit Insulinglargin 300 E/ml – Rückschau und Ausblick“ unterstützt durch die sanofi Deutschland GmbH, PERCUMA