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Das kardiovaskuläre Risiko senken: Hypercholesterinämie ausreichend behandeln

 

Frankfurt/Main, 01. Februar 2023. „Es ist wichtig, die Prognose von Menschen nach einem kardiovaskulären Ereignis durch eine systemische Behandlung der Grunderkrankung zu verbessern. Die Vermeidung jedes weiteren nicht-tödlichen kardiovaskulären Ereignisses kann zu einer relevanten Verringerung von Morbiditätslast und Kosten im deutschen Gesundheitswesen führen“, erklärte Professorin Dr. med. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Berlin, im Rahmen einer Fachpressekonferenz§. Das schließe auch die suffiziente Behandlung einer Hypercholesterinämie ein. Hohe LDL-Cholesterin (LDL-C)-Werte sind die wichtigste Ursache für Atherosklerose.1-7 „Trotzdem liegen in Deutschland bei drei von vier Patienten mit einer Hypercholesterinämie und nicht-tödlichem kardiovaskulären Ereignis keine LDL-C-Messwerte vor8 und sie werden entsprechend nicht therapiert“, beklagte Steinhagen-Thiessen.

 

Leitlinien streben ehrgeizige LDL-Cholesterin-Zielwerte an

Aufgrund der klaren Assoziation zwischen LDL-C und kardiovaskulärem Risiko werden in den 2019 überarbeiteten Leitlinien zur Behandlung von Dyslipidämien der European Society of Cardiology (ESC) und der European Atherosclerosis Society (EAS) ehrgeizige Zielwerte angestrebt. So wird ein LDL-C-Wert < 55 mg/dl (< 1,4 mmol/l) sowie eine Senkung des LDL-C-Ausgangswertes um ≥ 50 Prozent für Menschen mit einem sehr hohen kardiovaskulären Risiko – beispielsweise mit einer dokumentierten kardiovaskulären Erkrankung oder Diabetes mellitus und Endorganschaden – empfohlen. Das Leitlinien-Update spricht sich Steinhagen-Thiessen zufolge außerdem verstärkt für den Einsatz von Kombinationstherapien zur Senkung der LDL-C-Werte aus. Außerdem empfiehlt es die Bestimmung von Lipoprotein (a) und sieht bildgebende Verfahren zur Detektion einer „subklinischen“ atherosklerotischen Erkrankung vor.9

 

PCSK9-Inhibitoren rechtzeitig einsetzen

Werden die Zielwerte trotz Lebensstilmaßnahmen, einer Statintherapie, die bis zur maximal verträglichen Dosis auftitriert wird, und Ezetimib nicht erreicht, sieht die Leitlinie die additive Gabe eines PCSK9-Inhibitors wie Alirocumab (Praluent®) vor.9 Die Verordnung von PCSK9-Inhibitoren ist dem Gemeinsamen Bundesausschuss zufolge wirtschaftlich, verordnungs- und erstattungsfähig bei Patienten mit gesicherter familiärer heterozygoter Hypercholesterinämie* und Patienten mit heterozygot familiärer, nicht familiärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie, bei denen eine gesicherte, vaskuläre Erkrankung** sowie regelhaft weitere Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse*** vorliegen. Die Patienten müssen außerdem refraktär gegenüber einer dokumentierten maximal diätetischen und medikamentösen lipidsenkenden Therapie über einen Zeitraum von grundsätzlich zwölf Monaten (Statine und/oder andere Lipidsenker bei Statin-Kontraindikation) sein.10,11 Steinhagen-Thiessen hält eine Wartezeit von zwölf Monaten vor der eventuellen Verordnung eines PCSK9-Inhibitors angesichts des hohen Risikos für unethisch und gegenüber den Betroffenen unvertretbar. Sie betonte: „In einem Schreiben des G-BA vom 28. Juni 2022# wird darauf hingewiesen, dass das Wort ,grundsätzlich’ bei der Verordnungseinschränkung eventuell erforderlichen Ausnahmeentscheidungen Rechnung trägt. Aus meiner Sicht sollte diese Latenzzeit bis zu einer möglichen Verordnung eines PCSK9-Inhibitors zum Wohle der Patienten ganz gestrichen werden.“ Im Einklang mit dieser Forderung stehen aktuelle Daten einer randomisierten klinischen Investigator-sponsored Studie, die zeigen, dass die Addition von Alirocumab zu einer hochdosierten Statintherapie bei Patienten nach einem akuten Myokard-Infarkt mit einer signifikant stärkeren Abnahme des Plaque-Volumens assoziiert ist als die Standardtherapie mit Rosuvastatin 20 mg alleine.12##

§ Online-Fachpressekonferenz: „Sanofi General Medicines – Highlights 2022“; 2. Dezember 2022; Veranstalter: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

 

* unter Berücksichtigung des Gesamtrisikos familiärer Belastung

** koronare Herzkrankheit, zerebrovaskuläre Manifestation, periphere arterielle Verschlusskrankheit

***z. B. Diabetes mellitus, eingeschränkte Nierenfunktion glomeruläre Filtrationsrate (GFR 60 ml/min/1,73 m2)

#Antwort auf ein diesbzgl. Schreiben von Steinhagen-Thiessen an Prof. Dr. Josef Hecken, GBA

##Plaquemodifikation ist keine zugelassene Indikation von Alirocumab

Referenzen

  1. Libby P et al. Nature 2011;473(7347):317-325
  2. Libby P et al. Nat Rev Dis Primers 2019;5:56
  3. Ference BA et al. J Am Coll Cardiol 2018;72(10):1141-1156
  4. Dt. Herzbericht 2018; Herausgeber: Dt. Herzstiftung; Daten aus 2017
  5. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html; letzter Zugriff 12.10.2022
  6. Misselwitz B et al. Nervenarzt 2020;91(6):484-492
  7. Malyar N et al. Eur Heart J 2013;34(34):2706-2714
  8. Michailov et al. 2015 Statintherapie und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse im Versorgungsalltag. Jahrestagung der DGK, Mannheim, 2015; Poster 81
  9. Mach F et al. Eur Heart J 2020;41(1):111-188
  10. G-BA-Beschluss vom 04.08.2016, https://www.g-ba.de/beschluesse/2676/ (zusammenfassende Dokumentation Seite 32), letzter Zugriff: Dezember 2022
  11. Fachinformation Praluent®, Stand: Juni 2022
  12. Räber L et al. JAMA 2022; doi: 10.100/jama.2022.5218

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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