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Schöbel erinnerte auch daran, dass die Telemedizin auch Rückmeldungen geben kann, über die APP wird ihm z. B. für sein Training eine gewisse Punktzahl zugeschrieben. Teilnehmen können hier auch Patienten, die eine vorgeschädigte Lunge haben und evtl. auch nachts eine Beatmung über die Maske ertragen müssen. Das machen die wenigsten Patienten gerne. Ebenso lassen sich sogar Lungenfunktionsmessungen oder Pollen-Wetterberichte über die Smartphones abrufen – das können COPD- Kranke oder Asthmatiker nutzen, weil ihre Erkrankung häufig Schwankungen zeigt. Kleine Devices wie das Lungenspray lassen sich auch schon auf das Handy setzen und beugen so dem Vergessen der therapeutischen Inhalationen vor. Leider gibt es zur Zeit viele Patienten, die an einem Post-Corona-Lungensyndrom leiden und für sie wurde eine APP geschaffen, in die man Körpertemperatur und Sauerstoffsättigung eintragen kann. Der Arzt kann diese Werte digital kontrollieren und darauf auch reagieren.

Schlafstörungen sind das am meisten beklagte Symptom beim Hausarzt. APP’s gibt es zu dem Thema unglaublich viele, doch man weiß natürlich nicht, was die alle wirklich messen bzw. vorgeben zu messen. Tatsächlich können vom Arzt bald jedoch möglichst auf der Weissen Liste stehende APPS dem Patienten verordnet werden: denn das Fast-Track-Verfahren für digitale Gesundheitsanwendungen wurde als Gesetz vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gerade durch gewunken.

Schöbel wagte auch den Ausblick, dass Schlaflabore zwar in Zukunft sicher nicht arbeitslos würden, aber dass es bereits Tracker-Verfahren gibt, die man dem Patienten zur Überwachung seines Schlafes lieber mit nach Hause gibt. Da schläft er natürlich in seiner gewohnten Umgebung und Auffälligkeiten werden sich eher zeigen können. Außerdem validiert Schöbel gerade ein Start-up, das Radarwellen nutzt, um den Schlaf des Patienten und dessen Vitalwerte zu nutzen. Die Radarwellen messen dabei Laufzeitunterschiede der unterschiedlichen Wellen bei Bewegungen des Patienten (Atmung, Pulsschlag kann so ermittelt werden), durch die Bettdecke hindurch. „Diese Datensammlungen bergen enorme Chancen“, meinte Schöbel. Dabei ist ihm klar, dass solche Daten auch als Bumerang zurückkommen können, wenn sie missbraucht werden und evtl. dem Patienten den Versicherungsschutz streitig machen. Insofern sei es extrem wichtig, dass man vor der Datenerhebung festlegt, wer wann was mit den Daten anstellt. „Wir brauchen die richtigen Akteure der Telemedizin im intersektoralen Netzwerk und das muss auch fair vergütet werden, damit es im Versorgungsalltag etabliert wird“, schloss Schöbel.

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