Online-Pressekonferenz, 04.12.20+++Die Aktion Meditech ist zu Zeiten von Corona auf der Überholspur: Noch nie war es besser umsetzbar, dass Ärzte und Patienten mit Hilfe von Medizintechnologie auch besser leben können. Als „digitalen Meteoriteneinschlag“ bezeichnet man auch das Coronavirus. Warum? Noch nie haben digitale Werkzeuge sich so beweisen müssen wie in dieser Pandemie-Situation.

„Patienten können durch die digitalen Möglichkeiten partizipieren, nicht nur an der Diagnostik, sondern auch an ihrer Therapie und das ist enorm wichtig. Denn wenn der Patient verstanden hat, warum er ein Medikament oder eine Therapie bekommt, wenn er selbständig mit digitaler Hilfe Probleme lösen kann, dann kommt es zum richtigen Austausch zwischen Arzt und Patient auf Augenhöhe“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Schöbel, Zentrum für Schlaf- und Telemedizin in Essen.

Er skizzierte die Situation an seinem Zentrum in Bezug auf Risikopatienten, die z. B. mit Mukoviszidose oder einem Lungentransplantat nicht in Kontakt mit den Corona-Patienten geraten durften. „Besucher-Sperre“ nannte sich dieser Ausnahmezustand.

ABER: Wegen Corona haben sich die Videosprechstunden von 1.700 angemeldeten Praxen in Deutschland nun auf 25.000 erhöht.

Patienten, die herzkrank sind und ein implantiertes Überwachungssystem (Telemedizin-Modul - eine Art Defibrillator – sendet vom Nachttisch aus Daten über den Schlaf des Patienten) nutzen, werden aktuellen Studienergebnissen zur Folge besser betreut und so kann evtl. Verschlechterungen des Zustands des Patienten frühzeitiger vorgebeugt werden! Krankenhausaufenthalte können verhindert und das Überleben verlängert werden. Weil die Ergebnisse der Studie so gut waren, will man in puncto herzschwache Patienten dazu übergehen, ihre telemedizinische Versorgung in die Regelversorgung zu überführen!+++

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