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Prävention kardiovaskulärer Ereignisse bei chronischer Nierenerkrankung

Praluent® im Fokus der Lipidmodifikation

Frankfurt, 18.11.2021. Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung (chronic kidney disease, CKD) haben ein hohes bzw. sehr hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.1 Eine adäquate Senkung der LDL-C-Werte geht mit einer Verbesserung der Prognose einher.2-5 Lassen sich die in den Leitlinien empfohlenen Zielwerte mit einer intensiven Statintherapie (± andere lipidsenkende Therapien) nicht erreichen, können PCSK9-Inhibitoren wie Alirocumab (Praluent®) eine Option sein, um das kardiovaskuläre Risiko zu reduzieren.2

 

Strategiewechsel von „Fire and Forget“ zu „Treat to Target“

Prof. Dr. Bernd Hohenstein, Villingen-Schwenningen, machte deutlich, dass die „Fire and Forget“-Empfehlungen der „Kidney Disease: Improving Global Outcomes“ (KDIGO) zum Management von Dyslipidämien aus dem Jahr 20146 inzwischen überholt sind.* Die aktuelle Strategie – das dauerhafte Erreichen von Zielwerten – gründet sich Hohenstein zufolge auf die Ergebnisse mehrerer großer Outcome-Studien.2-5 Den Nutzen einer lipidsenkenden Therapie bei CKD unterstreicht unter anderem eine Metaanalyse mit 35 randomisierten kontrollierten Studien und über 51.000 Patienten mit CKD im Stadium 3 und 4. Sie verglich verschiedene Interventionsmöglichkeiten wie Blutdrucksenkung, glykämische Kontrolle sowie Lipidsenkung und demonstrierte einen Rückgang kardiovaskulärer Erkrankungen um 36 Prozent und der kardiovaskulären Sterblichkeit um 26 Prozent unter einer lipidsenkenden Therapie.7

 

Menschen mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (CKD-Stadien 4 und 5), deren geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) < 30 ml/min/1,73 m2 liegt, haben gemäß der aktualisierten Leitlinie zur Behandlung von Dyslipidämien der European Society of Cardiology (ESC) und der European Atherosclerosis Society (EAS) ein sehr hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Der LDL-C-Zielwert für diese Patienten liegt gemäß der Leitlinie < 55 mg/dl (< 1,4 mmol/l). Außerdem soll der LDL-C-Ausgangswert um mindestens 50 Prozent gesenkt werden.1 Werden diese Ziele bei einem Patienten trotz maximal tolerierter Statindosis ± Ezetimib nicht erreicht, sehen ESC und EAS den Einsatz eines PCSK9-Inhibitors wie Alirocumab vor.1

 

ODYSSEY OUTCOMES: Das kardiovaskuläre Risiko senken

Das Potenzial einer konsequenten LDL-C-Senkung mit Alirocumab bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten unterstreicht die bisher größte kardiovaskuläre Outcome-Studie mit einem PCSK9-Inhibitor ODYSSEY OUTCOMES. Wurde unter Alirocumab ein LDL-C-Zielwertbereich von 25 bis 50 mg/dl (0,6 bis 1,3 mmol/l) erreicht, sank das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (4-Punkt-MACE)§ signifikant (p<0,001).5 In der Gesamtstudienpopulation traten numerisch weniger Todesfälle auf.5 Positiv war das Sicherheitsprofil von Alirocumab: Die Häufigkeit unerwünschter Ereignisse und Laboranomalien war in der Alirocumab- sowie der Placebogruppe ähnlich. Unter dem PCSK9-Inhibitor traten mehr Reaktionen an der Einstichstelle auf als unter Placebo.5

 

Eine Subgruppenanalyse von ODYSSEY OUTCOMES verglich Patienten mit unterschiedlichen eGFR-Werten. Dabei zeigte sich, dass in der Alirocumab-Gruppe bei einer eGFR ≥ 60 ml/min/1,73 m2 die Rate der MACE-Ereignisse (primärer Endpunkt) und Todesfälle geringer war als in der Placebogruppe: Bei einer eGFR von ≥ 90 ml/min/1,73 m2 (n=7.470) lag die Hazard Ratio (HR) bei 0,784 (95%-Konfidenzintervall [KI]: 0,670-0,919; p=0,003) und  bei einer eGFR von 60 bis < 90 ml/min/1,73 m2 (n=9.326) betrug die HR 0,833 (95%-KI: 0,731-0,949; p= 0,006).8

 

Über ODYSSEY OUTCOMES

Die doppelblinde multinationale Studie ODYSSEY OUTCOMES schloss 18.924 Hochrisikopatienten ein. Die Teilnehmer hatten ein ein bis zwölf Monate vor der Randomisierung zurückliegendes akutes Koronarsyndrom (ACS) erlitten und erreichten trotz einer hochdosierten bzw. maximal tolerierten Therapie mit Atorvastatin oder Rosuvastatinǂ (± anderen lipidsenkenden Therapien) in der Run-in-Phase keine ausreichende Kontrolle ihrer Lipideǂǂ. Die Patienten wurden auf Alirocumab alle zwei Wochen oder Placebo randomisiert und im Median über 2,8 Jahre behandelt. Primärer Endpunkt war das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen (4-Punkt-MACE [Major adverse cardiovascular events] bestehend aus KHK-bedingtem Tod oder nicht-tödlichem Myokardinfarkt oder tödlichem bzw. nicht tödlichem ischämischen Schlaganfall oder instabiler Angina pectoris, die eine Hospitalisierung erforderte).5

Über Praluent® (Alirocumab)

Alirocumab hemmt die Bindung von PCSK9 (Proproteinkonvertase Subtilisin/Kexin Typ 9) an den LDL-Rezeptor und erhöht damit die Anzahl der LDL-Rezeptoren auf der Leberzelloberfläche. Dadurch wird der LDL-C-Spiegel im Blut gesenkt.

 

Alirocumab ist in Europa zugelassen zur Behandlung bei Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygote familiäre und nicht familiäre) oder gemischter Dyslipidämie begleitend zu einer Diät: a) in Kombination mit einem Statin oder mit einem Statin und anderen lipidsenkenden Therapieprinzipien bei Patienten, die mit einer maximal verträglichen Statintherapie die LDL-C-Zielwerte nicht erreichen oder b) als Monotherapie oder in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapieprinzipien bei einer Statin-Unverträglichkeit oder wenn Statine kontraindiziert sind. Alirocumab ist ferner angezeigt zur Behandlung bei Erwachsenen mit bestehender atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos durch Verringerung der LDL-C-Werte zusätzlich zur Korrektur anderer Risikofaktoren: a) in Kombination mit einer maximal verträglichen Statintherapie mit oder ohne anderen lipidsenkenden Therapieprinzipien oder b) als Monotherapie oder in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapieprinzipien bei Patienten mit einer Statin-Unverträglichkeit oder wenn Statine kontraindiziert sind.10

 

Alirocumab ist in mehr als 60 Ländern weltweit zugelassen, darunter in Nord- und Südamerika, Asien, Afrika, Australien, der Schweiz und der Europäischen Union (EU).

 

* Symposium „Lipidmodifikation 2021: Behandlung von kardiovaskulären Hochrisikopatienten“ im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie am 25.09.2021 in Rostock und online; Veranstalter: Sanofi Aventis Deutschland GmbH

 

§ 4-Punkt-MACE [Major adverse cardiovascular events] bestehend aus KHK-bedingtem Tod oder nicht-tödlichem Myokardinfarkt oder tödlichem bzw. nicht tödlichem ischämischen Schlaganfall oder instabiler Angina pectoris, die eine Hospitalisierung erforderte.5

§§ Die Verordnung von PCSK9-Inhibitoren ist wirtschaftlich, verordnungs- und erstattungsfähig, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Patienten mit gesicherter familiärer heterozygoter Hypercholesterinämie unter Berücksichtigung des Gesamtrisikos familiärer Belastung und Patienten mit heterozygot familiärer oder nicht familiärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie, bei denen eine gesicherte, vaskuläre Erkrankung (koronare Herzkrankheit, zerebrovaskuläre Manifestation, periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie regelhaft weitere Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse vorliegen (z. B. Diabetes mellitus, eingeschränkte Nierenfunktion glomeruläre Filtrationsrate [GFR] , 60 ml/min/1,73 m2]). Die Patienten müssen außerdem refraktär gegenüber einer dokumentierten maximal diätetischen und medikametösen lipidsenkenden Therapie über einen Zeitraum von grundsätzlich zwölf Monaten (Statine und/oder andere Lipidsenker bei Statin-Kontraindikation) sein.9

 

ǂ Patienten konnten auch mit niedriger Dosierung teilnehmen, wenn Unverträglichkeit nachgewiesen und dokumentiert waren.5

ǂǂ LDL ≥ 70 mg/dl (≥ 1,8 mmol/l) oder non-HDL ≥100 mg/dl (≥ 2,6 mmol/l) oder Apolipoprotein B ≥ 80 mg/dl.5

 

 

  

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