Prof. Thomas Deneke, Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt, erklärte: „Die VEST-Studie hat eindrücklich gezeigt, dass ein kontinuierliches Tragen der Weste unabdingbar ist, um von ihr zu profitieren.“

Es sei wichtig, Patienten davon zu überzeugen, die LifeVest® regelmäßig zu tragen. Dazu benötigten Patienten und Angehörige eine umfassende Aufklärung über das PHT-Risiko und die Maßnahmen, die dagegen ergriffen werden können. Ein Weg sei die effektive Führung des Patienten, zum Beispiel durch den Einsatz des LifeVest® Networks.

„Die umfassende Evidenz zur LifeVest® und ihre konsistenten Aussagen in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit sind eng verknüpft mit der durchschnittlich sehr guten Compliance der Patienten in Bezug auf die Tragezeiten“, so PD Dr. Carsten Israel, Ev. Krankenhaus Bethel, Bielefeld.

PD Dr. Carsten Jungbauer, Universitätsklinikum Regensburg, hob hervor, worauf es bei der Behandlung und Versorgung mit der LifeVest® bei Herzinsuffizienzpatienten ankommt. „Die Herausforderung bei der Behandlung von neu diagnostizierten Herzinsuffizienzpatienten ist der Faktor Zeit. Sie wird benötigt, um beispielweise eine optimale Medikation einzustellen. Oftmals ist eine langsame Auftitrierung der Medikation notwendig. Die PROLONG-Daten haben gezeigt, dass eine Verlängerung der Tragezeit des WCD um weitere drei Monate in diesem Patientenkollektiv von Vorteil sein kann“, berichtet Jungbauer.

 

In VEST wurde der primäre Endpunkt „arrhythmische Mortalität“ nicht erreicht, weil 16 von 25 Patienten, die durch Arrhythmie verstorben waren, die Defibrillatorweste zum Todeszeitpunkt nicht getragen hatten.

Dennoch wurde in dieser randomisiert kontrollierten Studie die Gesamtmortalität signifikant reduziert. In der prospektiven Registerstudie „WEARIT II“ mit 1-Jahres-Follow-up verbesserten sich rund 40% der 2.000 Patienten während der Tragezeit der LifeVest® in ihrer Herzfunktion soweit, dass die Implantation eines ICDs nicht mehr erforderlich war. Während dieser rund dreimonatigen Phase waren die Patienten sicher geschützt. Zudem war die 1-Jahres-Überlebensrate nach Tragen der LifeVest® mit 96% sehr hoch.

Eine aktuelle Metaanalyse fasst die Ergebnisse aus Register- und Beobachtungsstudien mit fast 20.000 Patienten unterschiedlicher Ätiologien, die eine Defibrillatorweste zur Prävention des plötzlichen Herztods erhalten hatten, zusammen. Die Rate an erfolgreichen Beendigungen potentiell letaler Arrhythmien lag homogen mit über 95% sehr hoch. In die Metaanalyse flossen auch die Daten eines großen deutschen Registers mit mehr als 6.000 Patienten ein.

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